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Presse 4

06.09.2009Messe in Jazz: eine explosiv-gute Mischung der EmotionenRheindorf (RP) Messekompositionen gepaart mit Jazzklängen: eine ungewöhnliche Mischung, könnte man meinen. Nicht, dass die Zuhörer nicht darauf hingewiesen worden wären: "An verschiedenen Stellen mutet die Komposition überraschend an, vielleicht werden Sie auch ein wenig schockiert sein", lautete die Ankündigung. Die Rede war von der "Missa in Jazz" von Peter Schindler, die auf den fünf Ordinariumsteilen der katholischen Liturgie basiert. Schindler hat die bekannten lateinischen Messetexte, die schon vielen Komponisten als Vorlage ihrer Musik diente, für Chor, Orgel, Saxophon und Schlagzeug vertont. Unter der Leitung von Karl-Heinz Schlechtriem haben sich der Singkreis Leverkusen, Vokalisten aus dem Kinder- und Jugendchor und ein eigens eingerichteter Projektchor seit Januar an die spezielle Komposition gewagt und boten diese nun in der katholischen Pfarrkirche "Heilig Kreuz" dar.Peter Schindlers Werk ist eine Komposition voller Emotionen: Da gibt es laute und aufwühlende Momente im "Sanctus", der mit einem mächtigen Paukenschlag eingeleitet wird, der die Zuhörer zusammenfahren lässt, himmelhochjauchzende und temporeiche Chorpassagen, temperamentvolles Orgelspiel, das alle Oktaven durchzieht. Im Kontrast dazu wieder ruhigere Momente wie bei "Benedictus qui venit", das mit einem langsamen Saxophon-Solo beginnt, sich mit getragenem Chorgesang vermischt und schließlich in einer Symbiose von Orgel und Saxophon sanft ausklingt. Dann immer wieder das Saxophon, das teils mit Improvisationen, teils mit notierten Abschnitten Akzente setzte.Überhaupt verlieh das Jazz-Trio, bestehend aus Roman Queck (Saxophon), Holger Queck (Orgel) und Marc zur Oven (Schlagzeug) dem Gesang einen besonderen Impuls und verband so moderne Klänge gekonnt mit alten.Karl-Heinz und Theresia Schlechtriem hatten sich vor der letzten Probe mit Peter Schindler in Berlin getroffen. Bei der Probe sei der Knoten bei den Chören geplatzt. Das zweistündige Gespräch mit Schindler habe sich quasi auf die abschließende Probe übertragen. Und wohl auch auf die 75-minütige Aufführung in der "Heilig Kreuz" Kirche, denn das Publikum war restlos begeistert und honorierte die herausragende Leistung stehend mit lang anhaltendem Beifall. Da soll jemand sagen, Jazz passe nicht zu jahrhundertealten Messetexten.VON JULIA BERTENBURG, 09.06.2009 - Rheinische Post



Singkreis Leverkusen e.V.