Reise vom 4. bis 14. Oktober 2015

Vom 4. bis 14. Oktober 2015 fuhren 47 reiselustige Chormitglieder, Ehepartner und Freunde oder Verwandte als Gäste gen Süden. Über Sterzing ging es in die Toskana und nach Umbrien, und man darf wohl sagen: Bei dieser Reise stimmte eigentlich alles, wenn man einmal von den Wetterallüren absieht. Wir hatten eine bombige Stimmung, das Abendessen in einem Landgasthaus bei Signora Teresa war tadellos und voller angenehmer Überraschungen, die Ausflüge boten kulturelle Höhepunkte, die bestellten örtlichen Reiseführerinnen waren klasse,  die Verkehrsverbindungen liefen so ab, wie ich es vorher errechnet hatte, unser Busfahrer Björn war voll in die Gruppe integriert und fuhr uns hervorragend und last not least: die finanzielle Kalkulation stimmte, sogar mit einer kleinen Rückzahlung. Kurzum, es war eine tolle Fahrt, und die vielen notwendigen zeitaufwändigen und komplizierten Vorbereitungen haben sich wirklich gelohnt.

Bereits die Zwischenübernachtung im Hotel „Mondschein“ in Sterzing machte neugierig auf den Aufenthalt, den wir uns dort bei der Rückfahrt gönnen wollten. Ansonsten wohnten wir im Hotel Montaperti bei Siena, von wo wir alle geplanten Ausflüge starteten.

Zunächst ging es am Dienstag, dem 6.10., nach Umbrien, und dort besuchten wir die hoch auf einem Tufffelsen gelegene Etruskerstadt Orvieto. Besonders der gotische Dom, an dem Baumeister aus Siena und Florenz über 3 Jahrhunderte gebaut haben, faszinierte uns. Aber auch viele andere Schönheiten einschließlich der wunderbaren Aussicht auf die umbrische Landschaft konnten wir dank einer hervorragenden Stadtführerin genießen.

Der nächste Tag war einem Besuch des Wallfahrtsortes Assisi gewidmet. Diese Stadt steht ganz im Zeichen des heiligen Franziskus und der heiligen Clara. Unfassbar für uns war, dass die Basilika des heiligen Franziskus trotz des verheerenden Erdbebens im Jahre 1997 wieder in voller Schönheit zu bewundern war. Obwohl dieser Ausflugstag teilweise sehr verregnet war, konnten wir abends reich an Erlebnissen ins Hotel zurückkehren. Überschattet wurde unser dortiger Aufenthalt von einem unglücklichen Sturz einer Sängerin, die vor Ort behandelt werden musste. Aber alle warteten geduldig, bis sie endlich mit uns zurückfahren konnte.

Am Donnerstag entschädigte uns das Wetter für den Regen vom Mittwoch. Florenz präsentierte sich in strahlendem Sonnenschein. Aus der Fülle der Sehenswürdigkeiten wählte ich einige markante Besichtigungspunkte aus: natürlich den Dom mit seiner gewaltigen Kuppel und seinem Campanile, das Baptisterium, die zentrale Piazza della Signoria mit dem Palazzo Vecchio und ihren berühmten Skulpturen, u. a. einer Kopie des David von Michelangelo in voller nackter männlicher Schönheit. Genügend Freizeit ermöglichte allen Reiseteilnehmern, die Stadt in ihren vielen Facetten zu genießen.

Die Tage Freitag bis Sonntag standen ganz im Zeichen der berühmten Rivalin von Florenz, nämlich Siena, berühmt nicht nur durch die Piazza del Campo, auf der 2 mal jährlich ein spektakuläres Pferderennen, der Palio, stattfindet. Hier kämpfen die Stadtviertel erbittert um einen Sieg mit Reiter und Pferd. Wir besuchten den gewaltigen Dom mit seinem Museum und seiner Krypta und dem Baptisterium. Einige stiegen sogar auf die Aussichtsrampe des unvollendeten Domteiles und bewunderten die Stadtmitte von oben. Wir durchstreiften die mittelalterlichen engen Gassen mit ihren alten Palazzi und genossen nicht zuletzt die Leckereien der Pasticceria Nannini. Alle Reiseteilnehmer nahmen dank der gebotenen Freizeit viele persönliche Eindrücke mit nach Hause.

Am Montag ging es noch nach San Gimignano, der Stadt mit den berühmten Geschlechtertürmen, und am Abend wurde in unserer Trattoria bei Signora Teresa Abschied gefeiert.

Die Heimfahrt wurde wiederum in Sterzing unterbrochen, wo eine ausführliche Stadtbesichtigung unter fachkundiger Leitung auf dem Programm stand.

Ein Abend mit Tanz und Musik ließ die Reise fröhlich ausklingen, bevor es am nächsten Tag bei winterlichem Schneewetter über den Brenner nach Hause ging.

Bericht: Karl-Heinz Schlechtriem